VERLEIHUNG
30. November 2022

Plan Medienpreis für Kinderrechte 2022

Am 29. November 2022 wurde im Bundeskanzleramt zum achten Mal der Plan Medienpreis für Kinderrechte vergeben. Ausgezeichnet wurden drei Journalistinnen für ihre herausragenden Reportagen zum Thema Kinderrechte.
Preisträgerin Vanessa Böttcher mit VÖZ-Präsident Markus Mair und Rudi Klausnitzer. (© BKA)

Der Plan Medienpreis für Kinderrechte wird von der gemeinnützigen Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich in Kooperation mit dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und dem Bundeskanzleramt verliehen. Heuer waren erstmals die ersten drei Plätze mit einem Preisgeld dotiert: Für den ersten Preis wurden 3.000 Euro vergeben, der zweite Platz war mit 2.000 Euro dotiert und die Drittplatzierte erhielt ein Preisgels von 1.000 Euro.

Verliehen wurden die Preise im Kongresssaal des Bundeskanzleramtes von VÖZ-Präsident Markus Mair und Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied der Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich. Der erste Platz ging an Vanessa Böttcher für ihren ORF-Beitrag „Kinderrechte im Asylverfahren“.

Die Jury, bestehend aus Vorjahressiegerin Brigitte Quint („Die Furche“), Patricia Pawlicki, VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger, APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger, Tarek Leitner und Rudi Klausnitzer war übereinstimmend der Meinung, dass der Gewinnerbeitrag ein wichtiges Thema im Bereich Kinderrechte aufgegriffen und breitenwirksam aufbereitet hat, bei dem Staatsorgane Gesetze gebrochen haben, was inzwischen auch vom Höchstgericht bestätigt wurde.

Nina Horaczek („Falter“) wurde für ihren Beitrag „Die rot-weiß-roten Träumer“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, Margit Ehrenhöfer sicherte sich für ihren Beitrag „Inklusion mit Ablaufdatum“ in der „Furche“ den dritten Platz.

„In Österreich sind die Rechte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren seit mehr als zehn Jahren verfassungsrechtlich besonders geschützt. Diese gesetzlich verankerten Rechte müssen wir aber auch mit Leben erfüllen und vermehrt Bewusstsein für ihre Bedeutung schaffen. Hier setzt die Arbeit von professionellen und qualitätsvollen Medien und ihren Journalistinnen und Journalisten an: Mit ihren Recherchen und Beiträgen haben auch die drei diesjährigen Preisträgerinnen heikle und mitunter unangenehme, dafür aber umso wichtigere Fragen aufgeworfen und so das Thema Kinderrechte vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Diese wichtige Aufgabe zu fördern ist ein Ziel des Plan Medienpreises für Kinderrechte. Daher hoffe ich, dass dieser Preis auch weiterhin Journalistinnen und Journalisten dazu ermutigt, sich dem Schutz von Kindern und der Wahrung ihrer Rechte noch intensiver zu widmen. Ich danke den Preisträgerinnen für ihre wertvolle Arbeit und gratuliere ihnen herzlich zur Auszeichnung mit dem Plan Medienpreis für Kinderrechte 2022“, sagte VÖZ-Präsident Markus Mair in seiner Rede.

Alle Informationen zum Preis sowie weitere Fotos der Preisverleihung finden sich auf der Website der Stiftung Plan International.