AUSZEICHNUNG
21. Oktober 2026

Plan Medienpreis für Kinderrechte 2026 verliehen

Am 20. Oktober 2026 wurden im Bundeskanzleramt herausragende journalistische Arbeiten, die Kinderrechte in den Mittelpunkt rücken, Missstände aufzeigen und einen wichtigen Beitrag zu einer öffentlichen Debatte über den Schutz und die Rechte von Kindern leisten, mit dem Plan Medienpreis für Kinderrechte prämiert.
Die Preisträger Jürgen Klatzer und Matthias Winterer mit Bundesministerin Claudia Bauer, VÖZ-Präsident Rainer Nowak (l.) und Rudi Klausnitzer. © Stiftung Hilfe mit Plan International Österreich

In Kooperation mit dem Bundeskanzleramt und dem Verband Österreichischer Zeitungen wurde die Auszeichnung von Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, Rainer Nowak, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen, sowie Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied der Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich, überreicht.

Mit dem ersten Preis wurde in diesem Jahr erhielten Jürgen Klatzer und Matthias Winterer für ihren Beitrag „Körperliche Gewalt war gang und gäbe“, erschienen im „Falter“. Die Recherche beschäftigt sich mit einer Kultur der Gewalt und des Schweigens und zeigt auf, wie Kinderrechtsverletzungen über Jahre hinweg bestehen konnten. Die Jury, bestehend aus Bernadett Humer (Familienministerium), Judith Riß (Austria Presse Agentur), Patricia Pawlicki (ORF), Gerald Grünberger (VÖZ), Tarek Leitner (ORF) , Rudi Klausnitzer sowie Barbara Schechtner, der Preisträgerin des Vorjahres, zeigte sich besonders beeindruckt von der präzisen investigativen Recherche, die schonungslos strukturelle Gewalt, Missbrauch und deren Vertuschung aufgedeckt und so eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst hat.

Den zweiten Preis erhielten Thomas Winkelmüller und Maya Luna Mendivil Jahnke für „Die Pflegekinder“, veröffentlicht in „DATUM“. Der Beitrag widmet sich der Lebensrealität von Pflegekindern und macht auf die besonderen Herausforderungen und die Bedeutung eines wirksamen Schutzes und einer verlässlichen Unterstützung aufmerksam. Der dritte Preis wurde in diesem Jahr zweimal vergeben: Magdalena Pötsch wurde für „Leben in der Welt der Dünnen“ („Der Standard“) ausgezeichnet, Maik Großekathöfer für „Unter Druck“ („Der Spiegel“).

„Kinderrechte brauchen Öffentlichkeit. Journalismus kann Missstände sichtbar machen, Betroffenen eine Stimme geben und Verantwortlichkeiten aufzeigen. Die ausgezeichneten Beiträge zeigen eindrucksvoll, welche gesellschaftliche Bedeutung sorgfältige und unabhängige Recherche gerade dort hat, wo die Rechte von Kindern verletzt werden. Dieses journalistische Engagement verdient Anerkennung und Aufmerksamkeit“ , hob VÖZ-Präsident Rainer Nowak in seiner Rede hervor.

Alle Informationen zum Preis sowie weitere Fotos der Preisverleihung finden sich auf der Website der Stiftung Plan International.