Der bewährte Almanach des österreichischen Medienwesens präsentiert in seiner neunten Auflage in bewährt kompakter Form die relevanten und aktuellen Zahlen, Daten, Fakten und Perspektiven für Journalismus und Medienunternehmen in Österreich. Zahlreiche renommierte Gastautorinnen und Gastautoren befassen sich mit den aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Branche. Im Mittelpunkt stehen der massiv erstarkende Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Medien und die damit verbundenen Herausforderungen bei der Produktion, Distribution und Nutzung journalistischer Angebote sowie die Frage, was Journalismus und professionelles journalistisches Handeln ausmachen.
Schwerpunkt: Mediennutzung 2030 und neue Akteure
Stefan Gadringer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg und Lead Author des Digital News Report Österreich, widmet sich in seinem Gastbeitrag den Veränderungen im Mediennutzungsverhalten junger Menschen und der Frage, wie sich KI künftig auf Relevanz, Gestaltung und Personalisierung von Nachrichten auswirkt. Vanessa Bittner, COO der Initiative #UseTheNews, und Sandra Jütte, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, analysieren die Rolle von und die Erwartungen an lokale Medien und zeigen fünf Wege für mehr Relevanz beim jugendlichen Zielpublikum auf. Phoebe Maares, Postdoktorandin am Institut für Rechtsextremismusforschung der Universität Tübingen, setzt sich mit Influencerinnen und Influencern sowie Content Creatorinnen und Creatoren, die journalismusähnliche Inhalte produzieren, auseinander. In ihrem Beitrag plädiert sie dafür, diese Entwicklung auch als Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Journalismus zu sehen, wenn Gesetze und Ethikkodizes entsprechend ergänzt und angepasst werden.
Die stellvertretende Chefredakteurin der Austria Presse Agentur, Katharina Schell, beleuchtet die Bedeutung von KI-Transparenz im journalistischen Prozess. Die Wichtigkeit von digitalen Fertigkeiten im Zeitalter von Desinformation und generativer KI thematisieren Dimitri Prandner, Kommunikationswissenschafter an der Johannes Kepler Universität Linz, Manuela Grünangerl, Kommunikationswissenschafterin an der Universität Salzburg, und Thomas Steinmaurer, Leiter der Abteilung Center for ICT&S am Fachbereich Kommunikationswissenshaft der Universität Salzburg. Sie kommen zum Schluss, dass der Journalismus eine entscheidende Rolle bei der gesellschaftlichen Einordnung von KI spielt.
Bernhard Heinzlmaier (Institut für Jugendkulturforschung) präsentiert die wichtigsten Ergebnisse seiner Jugendwertestudie 2025, während Katrin Praprotnik, Politikwissenschafterin am Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft an der Universität Graz, die große Bedeutung freier Medien für die liberale Demokratie analysiert.
Im Wortlaut nachzulesen ist zudem die Eröffnungsrede der 77. Frankfurter Buchmesse von Wolfram Weimer, Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien in Deutschland. Darin plädierte er unter anderem dafür, in einer Zeit, in der der Autokratismus erstarkt und Big-Tech-Unternehmen, wenn überhaupt, unzureichend reguliert werden, auf die Stärke menschlicher Kreativität und Fantasie zu setzen.
Informativer Einblick in die heimische Medienbranche
Der Serviceteil der Publikation bietet einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Medienjahres und listet aktuelle Marktstudien, Markterhebungen, Verbände, Institutionen, Aus- und Fortbildungsinstitutionen, Berufsvereinigungen sowie die Preise der Medien-, PR- und Werbebranche auf. Ergänzt wird die Print-Publikation um die gleichnamige Datenbank www.medienhandbuch.at, eine umfassenden Medien- und Journalistendatenbank.
Das Medienhandbuch Österreich 2025/26 wird vom Verband Österreichischer Zeitungen herausgegeben. Es ist im StudienVerlag Innsbruck erschienen und für EUR 34,90 unter www.medienhandbuch.at und im gut sortierten Buchhandel erhältlich. Als Almanach und als Branchenreport richtet sich das Medienhandbuch Österreich an Praktikerinnen und Praktiker des Medienwesens ebenso wie an all jene, die an Medien und an Kommunikation interessiert sind.