Neu im Trägerverein sind auch Thomas Letz vom Österreichischen Wirtschaftsverlag und Collette M. Schmidt („Der Standard“). „Der Österreichische Presserat als wesentliche Selbstregulierungseinrichtung der österreichischen Medien verlegerischer Herkunft erfüllt gerade in einer Zeit der Polarisierung und der Flut an Falschmeldungen in den Sozialen Medien eine demokratiepolitisch essenzielle Aufgabe. Qualitätssicherung und Transparenz stärken das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit in professionellen Journalismus“, sagt Grünberger zu seiner neuen Funktion.
Rückgang bei Ethikverstößen
Zudem präsentierte der Presserat seinen Jahresbericht und die aktuelle Fallstatistik: Die Senate des Presserats behandelten im vergangenen Jahr insgesamt 407 Fälle, in 20 Fällen stellten sie Verstöße gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse fest. Seit dem Jahr 2020 hat sich die Zahl der Fälle somit auf hohem Niveau bei mehr als 400 eingependelt (zum Vergleich: 2022 gab es 425 Fälle und 26 Ethikverstöße). Die Ethikverstöße sind zum wiederholten Mal zurückgegangen. Präsident Grünberger dazu: „Der aktuelle Rückgang an Ethikverstößen verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung von Medienunternehmen mit Beschwerdefällen. Diese konsequente und seriöse Auseinandersetzung mit ethischen Fragen der Berichterstattung wird daher auch weiterhin ein bedeutendes Anliegen in den kommenden Jahren sein.“