1. Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung

BM Zarfl zeichnete Thomas Hödlmoser ("Salzburger Nachrichten") aus

1. Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung

VOM 17. September 2019

Der erste Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung wurde von Sozialministerin Brigitte Zarfl an Thomas Hödlmoser verliehen. Sein prämierter Beitrag Beitrag „Und trotzdem weiterleben“ ist in den „Salzburger Nachrichten“ erschienen. Die Auszeichnung wurde initiiert, um das Bewusstsein bei Journalistinnen und Journalisten für suizidpräventive Berichterstattung weiter zu stärken.
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Thomas Niederkrotenthaler, Preisträger Thomas Hödlmoser und BM Brigitte Zarfl (v.l.n.r.) Copyright: BKA/Bundespressedienst, Andy Wenzel

Diese Auszeichnung wird dazu beitragen, das Bewusstsein bei Journalistinnen und Journalisten weiter zu stärken. Wir wollen damit einen weiteren Meilenstein in der Prävention von Suiziden in Österreich setzen“, erklärte Sozialministerin Brigitte Zarfl anlässlich der Preisverleihung am 10. September 2019, dem Welttag der Suizidprävention.

Dr. Thomas Hödlmoser, diesjähriger Preisträger für seinen Beitrag „Und trotzdem weiterleben“, erschienen am 8. September 2018 in den Salzburger Nachrichten, bestätigt die Unsicherheit mit der Journalistinnen und Journalisten oftmals konfrontiert werden: „Suizidberichterstattung ist immer eine Gratwanderung. Einerseits gibt es in manchen Fällen ein Informationsbedürfnis seitens der Leserschaft, andererseits will man auch als Journalist verhindern, dass ein Bericht andere suizidgefährdete Menschen zur Nachahmung anregt. Der Papageno-Medienpreis zeigt allerdings, dass es einen Mittelweg gibt und Suizidberichterstattung sogar positiv wirken kann wenn aufgezeigt wird, wie man selbst die schlimmsten Krisen überstehen kann.“

Ein zentrales Ziel des Papageno-Medienpreises ist die weitere Verbreitung der Richtlinien zur medialen Berichterstattung, die national wie international eine Erfolgsgeschichte der Suizidprävention darstellen. „Aktuelle Erkenntnisse aus der Suizidforschung zeigen klar auf, dass es bei der Berichterstattung über Suizid um das „Wie“ geht: Berichterstattung, die Bewältigungsmöglichkeiten aufzeigt, kann einen wesentlichen Präventionsbeitrag leisten“, sagt Prof. Thomas Niederkrotenthaler, Vorsitzender der Wiener Werkstätte für Suizidforschung.

Der Preis wird künftig jährlich anlässlich des Welttages der Suizidprävention (10. September) vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert.