Mit Wirkung zum 1. April 2026 steigen die Gehälter für Lehrlinge sowie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer der Gehaltsgruppe Zentrale Tätigkeiten um 3,2 %. Die Gehälter in der Gehaltsgruppe Allgemeine Tätigkeiten werden um 2,9 % angehoben, die Gehälter in den Gehaltsgruppen Spezielle Tätigkeiten 1 und 2 steigen um 2,65%, ebenso die Gehälter in der Gehaltsgruppe Leitung. Für die Gehaltsgruppen Allgemeine Tätigkeiten – Logistik (AT-L) beträgt die Gehaltssteigerung 3,2%, die Gehälter in den Gruppen Spezielle Tätigkeiten 1 – Logistik (ST1-L) bzw. Spezielle Tätigkeiten 2 – Logistik (ST2-L) werden um 2,9 % bzw. 2,65 % angehoben. Zudem haben Angestellte bei Einschulung eines Kindes (erste Klasse Volksschule, gegebenenfalls stattdessen Vorschule) am ersten Schultag einen Anspruch auf Freizeit. Die Laufzeit dieser Vereinbarung beträgt zwölf Monate ab Wirkungsbeginn.
Die Verhandlungsleiter aufseiten der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber waren VÖZ-Präsidiumsmitglied Richard Grasl (Kurier Medienhaus) und VÖZ-Vorstandsmitglied Herwig Langanger (Styria Media Group AG). „Medienhäuser verlegerischer Herkunft sehen sich mit großen wirtschaftlichen und branchenspezifischen Herausforderungen konfrontiert. In diesen von Veränderungen geprägten Zeiten ist es gerade für die unternehmerische Planbarkeit besonders wichtig, dass gemeinsam mit der Gewerkschaft ein für beide Seiten akzeptabler und tragfähiger Abschluss erzielt werden konnte“, betonten Grasl und Langanger und bedankten sich bei den Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitnehmerseite für die konstruktiven Verhandlungen.
Seitens der Gewerkschaft GPA wird der Abschluss ebenfalls als harter, den aktuellen ökonomischen Bedingungen geschuldeter Kompromiss gesehen. „Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Medienbranche ist äußerst herausfordernd – das zeigt sich auch im nun erzielten Abschluss“, so Alois Freitag, GPA-Wien-Vorsitzender und Verhandlungsleiter der Arbeitnehmer-Kurie. Ein besonderer Fokus sei deshalb auf der Erhöhung niedrigerer Einkommensgruppen gelegen. „Wichtig ist, dass wir Planbarkeit und Sicherheit für alle Beteiligten schaffen konnten. Klar ist aber auch, dass es über die Kollektivvertragsverhandlungen hinaus dringend politische Maßnahmen braucht, damit die Branche auch in der Zukunft auf festen Beinen stehen kann“, so der Gewerkschafter abschließend.