Urlaubsverbrauch

Zeitungen und Magazine in der Corona-Krise

Urlaubsverbrauch

Urlaubsverbrauch kann vom Arbeitgeber grundsätzlich nicht einseitig angeordnet und vom Arbeitnehmer nicht einseitig angetreten werden. Familiäre Betreuungsengpässe können jedoch, solange die Voraussetzungen für Pflege-/Betreuungsfreistellung nicht vorliegen (siehe Kapitel A, Punkt 3), durch Urlaubsvereinbarungen gelöst werden.

NEU: COVID-Urlaubs-BV. Gemäß §170 Abs. 2 ArbVG idF des 2. COVID-19-Gesetzes können Betriebsvereinbarungen nach § 97 Abs. 1 Z 13 in Zusammenhang mit der Corona-Kurzarbeit auch Regelungen zum Verbrauch des Urlaubs, ausgenommen Urlaub aus dem laufenden Urlaubsjahr, und von Zeitguthaben treffen. Diese Regelung schafft auch die Grundlage für die aktuellen Sozialpartnervereinbarungen zur Corona-Kurzarbeit.

NEU: Anordnung von Urlaub. Gemäß § 1155 Abs. 2 ABGB sind Arbeitnehmer bei Maßnahmen auf Grundlage des COVID-19-Maßnahmengesetzes, die zum Verbot oder zu Einschränkungen des Betretens von Betrieben führen, wenn deren Dienstleistungen aufgrund solcher Maßnahmen nicht zustande kommen, verpflichtet, auf Verlangen des Arbeitgebers in dieser Zeit Urlaubsguthaben zu verbrauchen. Urlaubsansprüche aus dem laufenden Urlaubsjahr müssen nur im Ausmaß von bis zu 2 Wochen verbraucht werden. Insgesamt müssen nicht mehr als 8 Wochen an Urlaubs- und Zeitguthaben verbraucht werden. Die Regelungen treten rückwirkend mit dem 15. März 2020 in Kraft und mit 31. Dezember 2020 außer Kraft.