Presse

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Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) bietet für Journalisten, Meinungsbildner und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen und Trends sowie über die laufenden Aktivitäten und Veranstaltungen des Verbandes. Auf der VÖZ-Homepage wird außerdem grundsätzliches Daten- und Dokumentationsmaterial zugänglich gemacht.

Presseaussendungen des VÖZ auf ots.at

10. April 2019

Lorenz Stöckl ist neuer VÖZ-Pressesprecher

VÖZ bestellt neuen Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Wien (OTS) - Lorenz Stöckl ist neuer Leiter der Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit der VÖZ All Media Service GmbH. Er spricht in
dieser Funktion für den Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), den
Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverband (ÖZV) sowie den
Verein Zeitung in der Schule (ZiS).

Zuletzt war der 29-Jährige in der niederösterreichischen
Landesregierung Pressesprecher des Bildungsbereichs im Büro von
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Davor bewies er seine
Fähigkeiten in der Kommunikationsabteilung der NÖ Familienland GmbH
und im Agenturbereich. Stöckl studierte Kunstgeschichte an der
Universität Wien und absolvierte einen Universitätslehrgang in Public
Relations an der Donau Universität Krems. Während seiner Studienzeit
sammelte er journalistische Praxiserfahrung unter anderem bei der
FURCHE oder der Wiener Bezirkszeitung.

Lorenz Stöckl folgt in seiner Funktion Markus Kiesenhofer nach,
der seit März die Öffentlichkeitsarbeit des Österreichischen
Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) leitet.

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3. April 2019

VÖZ begrüßt Zweckwidmung von Digitalsteuer-Einnahmen für österreichische Medien

„Wichtiger Beitrag zur Konkurrenzfähigkeit gegenüber Onlinekonzernen“

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) begrüßt den
Vorstoß von Finanzminister Hartwig Löger und Medienminister Gernot
Blümel im Rahmen des heutigen Ministerrates, zumindest 15 Mio. Euro
aus den Einnahmen der neuen Digitalsteuer für den digitalen
Transformationsprozess österreichischer Medien zu nutzen.

„Die Widmung von Einnahmen aus der Digitalsteuer für den
Digitalisierungsprozess österreichischer Medien ist ein wichtiger
Beitrag, um Konkurrenzfähigkeit gegenüber internationalen
Onlinekonzernen zu sichern. Zusätzliche Finanzmittel ermöglichen den
weiteren Ausbau von Digitalangeboten der heimischen Medienhäuser und
sind ein wichtiger Schritt um den unabhängigen Journalismus in der
digitalen Welt abzusichern“, so Markus Mair.

VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger sprach von einer
richtungsweisenden Entscheidung gegen die Marktdominanz von
Suchmaschinen-Betreibern und Nachrichten-Aggregatoren: „Das
vorgestellte Digitalsteuerpaket stärkt den österreichischen
Medienstandort. Durch die Steuer in der Höhe von 5% auf
Online-Werbung für digitale Großkonzerne über einem weltweiten Umsatz
von 750 Mio. Euro im Jahr zieht mehr Fairness im hart umkämpften
Online-Werbemarkt ein.“

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2. April 2019

9. VÖZ Förderpreis „Medienforschung“ vergeben

BM Faßmann, VÖZ-Präsident Mair und Prof. Karmasin zeichnen Forschung zum Medienmarkt aus

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zeichnete
gemeinsam mit Wissenschaftsminister Heinz Faßmann am 1. April 2019
herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zum
österreichischen Medienmarkt aus. Die feierliche Preisverleihung fand
im BMBWF statt. Den Förderpreis in der Kategorie
Master-/Diplomarbeiten erhielt Marie Pichler, der
Hannes-Haas-Nachwuchspreis ging an Catherine Lankes. Beim Festakt im
Audienzsaal des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und
Forschung gratulierte Faßmann: „Die Preisträgerinnen haben sich
mit Grundsatzfragen der Publizistik und der Frage nach Qualität im
Journalismus auseinandergesetzt. Sie haben in ihren Arbeiten
gründlich reflektiert und den veränderten Journalismus und die
veränderte Medienlandschaft betrachtet.“

Der Verband Österreichischer Zeitungen vergibt die Förderpreise
bereits zum neunten Mal. Präsident Markus Mair dazu: „Wir sehen in
der Vergabe der Förderpreise ein Investment in die Zukunft. Die
Arbeiten, die wir auszeichnen, zeigen aktuelle und relevante
Entwicklungen des Medienmarktes auf. Wir investieren in junge
Talente, die unsere Branche und die Gesellschaft dringend brauchen,
um den Herausforderungen neuer Entwicklungen zu begegnen.“

Die Jury unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Matthias Karmasin
(Universität Klagenfurt) wählte zwei Siegerarbeiten aus. In der
Kategorie Master-/Diplomarbeiten wurde Marie Pichler ausgezeichnet.
Ihr untersuchtes Thema lautet: „Digitaler Burnout oder Technology
Enhancement: Welche neuen Kompetenzen braucht der Mensch künftig?
Untersucht am Beispiel der Smartphone-Nutzung von Personen zwischen
15 und 30 Jahren“ Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Der Hannes-Haas-Nachwuchspreis wurde an Catherine Lankes
verliehen. Ihre Forschungsarbeit trägt den Titel „A Populist Agenda
in a Hashtag World: Self-Sponsored Framing on Social Media Case
Study: Why was Donald Trump’s Twitter Campaign During the 2016
General Election Effective?”. Der mit 2.000 Euro dotierte
Nachwuchspreis wird vom VÖZ und der Initiative Qualität im
Journalismus (IQ) mit Unterstützung der APA getragen. Er wird für
wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die sich mit der
gesellschaftlichen Bedeutung und Verantwortung des Journalismus
auseinandersetzen.

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26. März 2019

INTERSPAR Österreich ist Printwerber des Jahres

VÖZ-Präsident Mair spricht sich gegen Werbeverbote aus

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen veranstaltete am
26. März 2019 die 35. ADGAR-Gala im Wiener Konzerthaus. Im Rahmen der
Gala wurden die kreativsten Sujets folgender Agenturen prämiert:
Demner, Merlicek & Bergmann, Porsche Austria und Grabarz & Partner
sowie DDB Wien. Die Sonderpreise gingen an GGK Mullenlowe und die
Seso Media Group. „Printwerber des Jahres“ wurde Interspar
Österreich.

VÖZ-Präsident Markus Mair gratulierte den Preisträgern vor rund
600 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Media- und Kreativagenturen sowie
aus der Medien- und Kommunikationsbranche, und hielt fest:
„Werbetreibende Unternehmer und Mediaplaner entdecken die Vorzüge von
Zeitungen und Magazinen aufs Neue. Image und Branding sind nicht
durch rein absatzorientierte Kampagnen aufzubauen. Der sogenannte
Streuverlust wird somit zum „Streugewinn“.“

In seiner Eröffnungsrede ging Mair auf die zunehmend schwieriger
werdende Konjunktursituation ein, und forderte in diesem Zusammenhang
auf Werbeverbote zu verzichten. “Kreative Gestaltungsideen von Print-
und Onlinewerbung stellen einen Mehrwert für unsere Produkte dar. Der
Verband Österreichischer Zeitungen wird weiter eine starke Stimme –
sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene – sein, wenn es
darum geht, drohende Werbeverbote oder Einschränkungen der
kommerziellen Kommunikation zu verhindern“, so Mair. Mair nannte die
Tyre Labelling Directive, die zurzeit gerade auf europäischer Ebene
verhandelt wird, und zusätzliche Einschränkungen und Belastungen vor
allem für Printwerbung vorsieht.

Der Vorsitzende des Boards Werbemarkt im VÖZ und Juryvorsitzender
Helmut Hanusch unterstrich in seiner Laudatio für den Printwerber des
Jahres das kontinuierliche Engagement von Interspar in Österreich.
„Das klare und nachhaltige Bekenntnis zur Gattung Printmedien und den
damit verbundenen Reichweitenvorteilen, um aktuelle Angebote zu
kommunizieren, legt die – nahezu überfällige – Auszeichnung als
Printwerber mehr als nahe“, so Hanusch. Hanusch und
VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger überreichten die Auszeichnung
an den Geschäftsführer von Interspar Österreich Markus Kaser.

„Print wirkt. Menschen nehmen Printwerbung bewusst wahr, erinnern
sich länger und intensiver daran. Printmedien sind daher aktuell
nicht aus dem Mediamix bei INTERSPAR wegzudenken. Es freut mich sehr,
dass INTERSPAR mit einer innovativen und begeisternden Werbung, als
Printwerber des Jahres ausgezeichnet wurde und bedanke mich bei
allen, die an diesem Erfolg beteiligt waren“, so Kaser in seinen
Dankesworten.

Den ADGAR in der Kategorie „Auto &Motor“ holte sich die Agentur
Grabarz & Partner mit dem Sujet „Raumfahrzeug“ für den Porsche
Austria. Der Jury gefiel „das Wortspiel zum Tiguan Allspace“ welches
„Ansage, Programm und Eyecatcher zugleich ist“. Claudia Volak („auto
touring“) und Thomas Kralinger („Kurier“) übergaben den Preis.

Für die süße Versuchung „Wiener Zucker – 250 g ICH – Torte“
erhielt die Agentur Demner, Merlicek und Bergmann den ADGAR in der
Kategorie Handel, Konsum & Luxusgüter für den Kunden AGRANA Zucker.
Die Fachjury überzeugte „die optische Darstellung bzw. Anordnung der
Torten-Zutaten, die nicht nur die Fantasie, sondern auch zum Backen
anregen.“ Franziska Keck („Die Presse“) und Friedrich Dungl („NÖN“)
würdigten die Sieger.

Die Kategorie Social Advertising konnte die Agentur DDB Wien mit
ihrem Sujet „Plas-tik-tak“ für den Kunden Greenpeace Österreich für
sich entscheiden. Für die Jury „vermittelt das Siegersujet die
Dramatik der Auswirkungen von Plastikmüll für die Weltmeere mit einem
einfachen Wortspiel und schafft somit Awareness.“ Maximilian Dasch
(„Salzburger Nachrichten“) und Christiane Feigl („Welt der Frauen“)
überreichten die Preise in dieser Kategorie.

Die Agentur Demner, Merlicek und Bergmann konnte auch die
Kategorie Dienstleistungen mit dem Sujet „Hallo Leben! Ablenkung am
Steuer – Totenkopf“ für den Kunden ASFINAG gewinnen. Ein Bild sagt
bekanntlich mehr als 1000 Worte - in diesem Fall Emojis. „Besser kann
man die Gefahren der aktuellen Entwicklung der Kommunikationskultur
in allen Lebenssituationen - leider auch im Straßenverkehr – nicht
ausdrücken. Eine Botschaft für alle Ziel- und Altersgruppen.“ befand
die Fachjury. Claudia Gradwohl (Verlagsgruppe News) und Lorenz Cuturi
(„Oberösterreichische Nachrichten“) zeichneten die Gewinner aus.

Der Sonderpreis Kreativer Einsatz von Printwerbung ging an die
Agentur GGK Mullenlowe für den Kunden A1 Telekom Austria für die
Werbeform Tripple-Flap und das Sujet „A1 Xmas Free Stream“. Die Jury
würdigte in ihrer Begründung den gekonnten Einsatz des Printvorteils
„Haptik, da die beabsichtigte Interaktion mit dem Sujet zusätzliche
Aufmerksamkeit schafft“. Monika Fuhrheer (Mediaprint) und Max Hafele
(„Tiroler Tageszeitung“) kürten die Sieger.

Den zweiten Sonderpreis Kreativer Einsatz von Onlinewerbung holte
sich die Agentur Seso Media Group wiederum für den Kunden A1 Telekom
Austria für die animierte Anzeige „A1 Smart Home Fullmutation“. Die
Jury begeisterte die „Interaktion des gesamten Bildschirms mit dem
Sidebar-Ad, welche auf lustige Art und Weise zusätzlich
Aufmerksamkeit, ohne störendes Flashen oder Zucken schafft.“ Eugen A.
Russ (Russmedia) und Nadja Vaskovich (VÖZ) übergaben die
ADGAR-Trophäe.

Für Stimmung sorgte an diesem Abend der schwedische Chartstürmer
der 90er Jahre Dr. Alban mit seinen Hits wie „It´s my life“ oder
„Sing Halleluja“. Der Comedian Gerald Fleischhacker bestritt den
humorvollen Einstieg in den Abend. Durch die ADGAR-Gala führten die
Schauspielerin Kristina Sprenger und der ORF-Moderator Oliver Polzer.
Der ADGAR-Stammdesigner Martin-Daniel Thamer von der Agentur
Intermedia gestaltete auch dieses Jahr wieder die Vorstellungsvideos
der einzelnen Preiskategorien, dieses Mal im Stil der 90er Jahre.

Nach der ADGAR-Preisverleihung im Mozartsaal des Konzerthauses
genossen die Gäste ein von Ralph Kampf, Chef de Cuisine des
Restaurants Weinzirl, eigens für diesen Abend kreiertes Menü. Nach
dem ADGAR-Dinner feierten die Gäste noch mit weiteren 350 jungen
Gästen aus der Kreativ- und Werbeszene bei der Aftershow-Party. Neben
Dr. Alban rockten die Club-Ikonen der 90er-Jahre SNAP! den Berio Saal
des Konzerthauses.

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26. März 2019

VÖZ begrüßt Einigung bei EU-Urheberrechtsreform

"Wichtige Weichenstellung für den Erhalt von unabhängigem Journalismus"

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen begrüßt in einer
ersten Stellungnahme das positive Abstimmungsergebnis zur
EU-Urheberrechtslinie, welche in der heutigen Plenarsitzung im
EU-Parlament in Straßburg erfolgte.

VÖZ-Präsident Markus Mair sprach in einer ersten Stellungnahme
„von einer wichtigen Weichenstellung, die den Erhalt von unabhängigem
Journalismus in der digitalen Welt sichern kann. Aufgrund der
jahrelangen Auseinandersetzung zur EU-Urheberrechtsreform hat diese
Einigung nahezu historischen Charakter.“

VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger sieht im positiven
Abstimmungsergebnis zur EU-Urheberrechtslinie einen bedeutenden
Richtungsentscheid, der auch geistiges Eigentum in der digitalen Welt
schützt und einen Vergütungsanspruch damit begründet. Ein wichtiges
Instrument in der Auseinandersetzung mit Suchmaschinen-Betreibern und
Nachrichten-Aggregatoren.“

„Das Lobbying und die verbreitete Verunsicherung der großen
US-Plattformen, die auch viele Nutzer in den Bann gezogen haben, war
letztendlich nicht erfolgreich. Ein wichtiges Signal für die
europäische Kreativ- und Medienindustrie“, schloss Grünberger.

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6. März 2019

Gehälter der kaufmännischen Zeitungsangestellten steigen um 2,8%

VÖZ und GPA-djp erzielten sozialpartnerschaftliche Einigung

Wien (OTS) - Mit 1. April 2019 werden die Mindestgrundgehälter für
die rund 2.600 kaufmännischen Angestellten bei Tages- und
Wochenzeitungen und deren Online- und Nebenausgaben um 2,8%
angehoben. Darauf einigten sich der Verband Österreichischer
Zeitungen (VÖZ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier (GPA-djp) in der gestrigen Verhandlungsrunde.

Neben der Erhöhung der Mindestgrundgehälter werden auch die Summe
aller bisherigen Quinquennienbeträge und die Lehrlingsentschädigung
um 2,8% erhöht. Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt 12 Monate.

Darüber hinaus wurde die Anrechnung der Karenzzeiten inklusive
Familienzeitanrechnung auf 24 Monate erhöht sowie die Einführung
eines Anspruchs auf Familienzeit, der sogenannte „Papamonat“,
vereinbart.

„Der erzielte Kompromiss trägt einerseits den strukturellen
Herausforderungen der Zeitungs- und Magazinbranche Rechnung und
stellt andererseits eine faire - und deutlich über der Inflation
liegende – Erhöhung der Gehälter für die Belegschaft dar. Trotz der
unterschiedlichen Interessen war das Verhandlungsklima von
sozialpartnerschaftlichem Verständnis und Konstruktivität geprägt“,
so Claudia Gradwohl, die Verhandlungsleiterin der Arbeitgeberseite.

Auch der Verhandlungsleiter der GPA-djp, Alois Freitag schätzt das
konstruktive Verhandlungsklima. „Neben einer für die Branche
vertretbaren Gehaltssteigerung konnten im Rahmenrecht
zukunftsorientierte Akzente, wie der Anspruch auf Familienzeit
vereinbart werden“, so Freitag.

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14. Februar 2019

VÖZ sieht EU-Einigung zu Urheberrecht positiv

"Wichtige Weichenstellung für europäische Medienvielfalt im digitalen Zeitalter"

Wien (OTS) - "Die EU-Einigung zum Urheberrecht ist eine überaus
wichtige Weichenstellung für die nachhaltige Entwicklung der freien
und unabhängigen Presse in Europa. Eine vielfältige Medienlandschaft
kann es im digitalen Zeitalter nur geben, wenn journalistische
Inhalte vor kommerzieller Ausbeutung geschützt werden. Die
grundsätzliche Einigung ist als positiv zu bewerten", erklärte
VÖZ-Präsident Markus Mair am 14. Februar 2019 in einer ersten
Reaktion auf die erzielte Einigung zur Reform der
Urheberrechtsrichtlinie zwischen dem EU-Parlament, den
Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission.

"Das in der Urheberrechtsrichtlinie enthaltene Leistungsschutzrecht
kann ein wichtiges Instrument für die Vergütung von genutzten
Inhalten darstellen, wobei die generelle Ausnahme von Verlinkungen
ein Stolperstein für faire Verhandlungen mit großen Tech-Plattformen
darstellen kann", so Mair.

Laut VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger werde man nun auch die
finalen Schritte im EU-Gesetzgebungsprozess noch äußerst aufmerksam
begleiten: "Die im Verhandlungsmarathon erzielte Einigung soll nun
noch vom Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten bestätigt werden.
Dieser Kompromiss stellt zumindest die Basis für die weitere
nationale Ausgestaltung dar."

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11. Januar 2019

VÖZ erfreut über reduzierte Mehrwertsteuersätze für digitale Zeitungen

Mair: "Wichtiger Impuls zur Weiterentwicklung der digitalen Presselandschaft"

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) begrüßt die
von der Bundesregierung im Ministerrat im Rahmen ihrer Klausur in
Mauerbach am 11. Jänner 2019 beschlossene Reduzierung der
Mehrwertsteuersätze auf elektronische Zeitungen und Magazine von 20
auf 10 Prozent. "Die Bundesregierung hat mit diesem dringend
notwendigen Beschluss einen wichtigen und nachhaltigen Impuls zur
Weiterentwicklung der digitalen Presselandschaft in Österreich
gesetzt", so VÖZ-Präsident Markus Mair in einer ersten Stellungnahme.

"Medienunternehmen verlegerischer Herkunft erhalten durch den
zukünftig verminderten Mehrwertsteuersatz endlich die Möglichkeit,
ihre Kombiangebote von Print und Online ökonomisch sinnvoller zu
forcieren und auch die digitale Transformation besser zu meistern",
so Mair. Die aktuelle steuerrechtliche Ungleichbehandlung von Print-
und Digitalausgaben sei stets ein Hindernis für attraktivere
Kombiangebote gewesen. Mair bedankte sich daher ausdrücklich bei
Finanzminister Hartwig Löger, Medienminister Gernot Blümel und
Finanzstaatssektretär Hubert Fuchs für die rasche Umsetzung dieser
EU-Mehrwertsteuerrichtlinie.

Ebenso positiv beurteilte Mair das Regierungsvorhaben zur
Einführung einer Digitalsteuer. Diese sei ein wichtiger erster
Schritt hin zu einem einheitlichen "level playing field" am
Werbemarkt und entspreche einer langjährigen Forderung des VÖZ.

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13. November 2018

VÖZ begrüßt Regierungspläne gegen Hass im Netz

"Demokratischer Diskurs erfordert ehrliche Standpunkte, die auch offen vertreten werden."

Wien (OTS) - "Der Verband Österreichischer Zeitungen begrüßt
prinzipiell jede Maßnahme, die zu einer Versachlichung der digitalen
Debattenkultur beiträgt", erklärte VÖZ-Präsident Markus Mair am 13.
November 2018 in einer ersten Reaktion auf die am "Gipfel für
Verantwortung im Netz und Gewaltprävention" im Bundeskanzleramt
präsentierten Regierungspläne.

Die geplante "De-Anonymisierung" sei laut Mair ein gangbarer Weg,
um der zunehmenden Verschärfung des Meinungsklimas im Netz
entgegenzuwirken. "Demokratischer Diskurs erfordert ehrliche
Standpunkte, die auch offen vertreten werden. In unseren
Printpublikationen werden ja auch keine anonymen Leserbriefe
publiziert", so Mair.

Das Bekenntnis zu Klarnamen sei laut Mair allerdings kein
Allheilmittel: "Wir sehen aber auch mit besonderer Sorge, dass
Hass-Postings oder herabwürdigende Beiträge auf Sozialen Medien
mittlerweile auch mit Klarnamen veröffentlicht werden. Es ist daher
eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die ein umfassendes
Maßnahmenpaket erfordert und nicht nur mit der Klarnamenpflicht
gelöst werden kann." Insofern sei es positiv, dass laut der
Bundesregierung gleichzeitig an schärferen Strafgesetzen für
Online-Entgleisungen gearbeitet werde.

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2. Oktober 2018

VÖZ begrüßt zukunftsweisende Mehrwertsteuer-Entscheidung

EU ermöglicht reduzierte Mehrwertsteuersätze für E-Paper auch in Österreich

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) begrüßt die
am 2. Oktober 2018 erzielte politische Einigung des EU-Rates für
Wirtschaft und Finanzen, mit der eine Anwendung des ermäßigten
Mehrwertsteuersatzes auf digitale Presseangebote ermöglicht werden
soll. "Nun steht es den Mitgliedsstaaten frei, ihre jeweiligen
reduzierten Mehrwertsteuersätze, auch auf digitale Zeitungen und
Zeitschriften zu erstrecken und sogar auf null zu senken", erklärte
VÖZ-Präsident Markus Mair.

Digitale Zeitungen und Magazine profitieren in Österreich derzeit
nicht von den Bestimmungen der reduzierten Mehrwertsteuersätze für
physische Publikationen. "Wir erwarten uns nun von der
österreichischen Bundesregierung, dass diese zukunftsweisende
Entscheidung hierzulande so rasch wie möglich umgesetzt wird. Die
Mehrwertsteuersätze für E-Paper müssen zumindest auf den reduzierten
Mehrwertsteuersatz für gedruckte Zeitungen und Magazine gesenkt
werden", so Mair.

Eine Reduktion der Mehrwertsteuer sei laut VÖZ-Geschäftsführer Gerald
Grünberger "eine perfekte Gelegenheit, die im Regierungsprogramm
angekündigte aktive Standortpolitik für österreichische Inhalte
voranzutreiben." Eine Reduktion der Mehrwertsteuer für digitale
Ausgaben würde die österreichische Presselandschaft wesentlich bei
der digitalen Transformation unterstützen.

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2. Oktober 2018

Nikolaus Koller übernimmt KfJ-Geschäftsführung

Personelle und inhaltliche Neuaufstellung im Kuratorium für Journalistenausbildung

Wien (OTS) - "Nikolaus Koller hat den Vorstand des Kuratoriums für
Journalistenausbildung (KfJ) nicht nur durch seine Management- und
Führungsqualitäten überzeugt, sondern auch durch seine breite
Expertise in journalistischen Zukunftsfragen", erklärte der
KfJ-Vorstandsvorsitzende Andreas Koller, der mit dem neuen
Geschäftsführer weder verwandt noch verschwägert ist, am 2. Oktober
2018. Der KfJ-Vorstand sei einhellig der Meinung, dass Nikolaus
Koller die Aufgabe, das KfJ journalistisch und didaktisch
weiterzuentwickeln und wirtschaftlich zukunftsfit zu machen,
hervorragend meistern wird. Der neue Geschäftsführer wird das
inhaltliche Programm in Abstimmung mit dem zukünftigen Vorsitzenden
des KfJ-Beirats, dem renommierten Kommunikationswissenschaftler Roman
Hummel, weiterentwickeln.

Neben seiner selbstständigen Tätigkeit in der Planung und
Umsetzung von Projekten im Medienbereich mit Schwerpunkt
Mediendidaktik und Weiterbildung leitete Nikolaus Koller (38) zuletzt
Lehrveranstaltungen an verschiedenen österreichischen
Fachhochschulen. Von 2013 bis 2017 war Koller "Journalismus &
Medienmanagement"-Institutsleiter an der FH Wien der WKW.
Journalistische Erfahrung sammelte Koller als Redakteur bei der
Tageszeitung "Die Presse" – unter anderem war er von 2010 bis 2013
Leiter des Ressorts "Karrieren". Neben einem abgeschlossenen Studium
der Betriebswirtschaftslehre absolvierte er auch einen
Journalismus-Lehrgang sowie das Postgraduate-Master-Studium "New
Media Journalism" der Universität Leipzig sowie den Lehrgang
"Corporate Governance Excellence" an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Die KfJ-Geschäftsführung übernimmt Koller mit sofortiger Wirkung.

Das Kuratorium für Journalistenausbildung ist seit 1978 die Aus-
und Weiterbildungsinstitution für Journalisten in Österreich. Die
sozialpartnerschaftliche Trägerschaft durch den Verband
Österreichischer Zeitungen (VÖZ), die Journalistengewerkschaft in der
GPA-djp sowie den Österreichischen Zeitschriften- und
Fachmedienverband (ÖZV) garantiert eine enge Anbindung an die Praxis.
Das KfJ organisiert jährlich rund 80 Seminare, Workshops und
Lehrgänge mit mehr als 900 Teilnehmern – österreichweit und sowohl
medienübergreifend als auch inhouse.

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26. September 2018

VÖZ-Resolution zur Einhaltung der Pressefreiheit

Vorstandsbeschluss aufgrund der jüngsten Ereignisse

Wien (OTS) - Der Vorstand des Verbands Österreichischer Zeitungen hat
aufgrund der jüngsten Ereignisse in seiner Sitzung vom 26. September
2018 folgende Resolution zur Einhaltung der Kommunikations- und
Pressefreiheit beschlossen:

1. Der Vorstand des Verbands Österreichischer Zeitungen hält
aufgrund der jüngsten Ereignisse fest: Kommunikations- und
Pressefreiheit sind ein verfassungsmäßig gewährleistetes Grundrecht.
Die Kommunikationsfreiheit der Presse bedingt auch den freien Zugang
zu Information.

2. Der Vorstand des Verbands Österreichischer Zeitungen appelliert an
den Bundesminister für Inneres, an die Organe und Bediensteten des
Bundesministeriums für Inneres und an die Organe und Bediensteten
aller diesem Ministerium nachgeordneten Dienststellen, insbesondere
an alle Organe und Bediensteten der österreichischen Polizei,

sämtliche nicht zwingender Geheimhaltung unterliegenden
Informationen allen Medien vollständig und diskriminierungsfrei
zugänglich zu machen;

und allen Journalisten bei ihrer Tätigkeit als public watchdog
bestmögliche Unterstützung zu gewähren, soweit es die Amtsgeschäfte
der Dienststelle zulassen.

3. Die jüngsten Ereignisse machen deutlich: Die
Informationsfreiheit – im Sinne eines freien und nur aus zwingenden
sachlichen Gründen beschränkbaren Zuganges der Presse zu staatlichen
Informationen – bedarf einer stärkeren Verankerung in der
Österreichischen Rechtsordnung. Der Verband Österreichischer
Zeitungen bekräftig daher seine langjährigen Forderungen:

Die bisherigen Auskunftspflichtgesetze auf Bundes- und Landesebene
müssen durch ein einheitliches Informationsfreiheitsgesetz ersetzt
werden, welches jegliche nicht zwingend erforderliche Beschränkung
des Informationszuganges der Presse zu staatlichen Informationen und
Unterlagen beseitigt;

im Rahmen des geforderten Informationsfreiheitsgesetzes muss auch
eine staatliche Anerkennung von Presseausweisen des österreichischen
Kuratoriums für Presseausweise geschaffen werden, welche mit
besonderen Informationszugangsrechten der Journalisten und
Unterstützungspflichten seitens aller Amtsträger verbunden sein muss.

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25. September 2018

"Medienhandbuch Österreich 2018" ist ab sofort erhältlich

Umfassender Branchenreport ergänzt Onlineplattform medienhandbuch.at

Wien (OTS) - Das Medienhandbuch Österreich 2018 ist das neue
Standardwerk zum österreichischen Medienwesen. Der 439-seitige
Branchenreport ist am 25. September im Czernin-Verlag erschienen und
ab sofort für EUR 29,90 unter [medienhandbuch.at]
(http://medienhandbuch.at) und im gut sortierten Buchhandel
erhältlich. Das Medienhandbuch bildet Medienunternehmen und
Medienmärkte ab, enthält informative Daten sowie einen nützlichen
Serviceteil. Zugleich bietet es pointierte Beiträge zum Wandel in
Kommunikation und Information. Als Nachfolger des klassischen
Pressehandbuchs erscheint das Medienhandbuch Österreich im Jahr 2018
zum zweiten Mal. Die diesjährige Publikation legt ihren Schwerpunkt
auf das Thema Medienkompetenz. Claus Reitan, Gerald Grünberger, Nadja
Vaskovich und Markus Kiesenhofer bildeten das Autorenteam.

Mit dem All Media-Report hat der Verband Österreichischer
Zeitungen (VÖZ) als Herausgeber der Publikation 2018 erstmals eine
eigene Untersuchung für das Medienhandbuch Österreich veranlasst,
welche aktuelle und relevante Daten zu den Informationsinteressen,
zur Mediennutzung und den Mediennutzungsgründen in Österreich
liefert.

Darüber hinaus versammelt das neue Medienhandbuch Österreich Beiträge
renommierter Autorinnen und Autoren aus Politik, Wissenschaft und
Praxis, darunter Gernot Blümel, Markus Mair, Corinna Milborn, Markus
Breitenecker, Ernst Swoboda, Norbert Küpper, Clemens Pig, Holm
Münstermann, Reiner Müller, Klaus Goldhammer, Bernhard Pörksen,
Andrew Keen, Elisabeth Totzauer, Andreas Koller, Ingrid Brodnig und
Walter Hämmerle.

Der Serviceteil der Publikation beinhaltet eine Chronik des
Medienjahres 2017/18 und gibt einen Überblick über Marktstudien,
Markterhebungen, Berichte, Publikationen, Verbände, Institutionen,
Aus- und Fortbildungsinstitutionen, Berufsvereinigungen sowie Preise
der Medien-, PR- und Werbebranche.

In einem lexikalischen Teil werden zusätzlich die Mediadaten
ausgewählter österreichischer Print-, TV-, Radio- und Online-Medien
dargestellt. Die komplette Datenbank mit Mediadaten und
Journalistenkontakten von über 3.000 Medien wird auf
medienhandbuch.at angeboten.

Die Online-Plattform medienhandbuch.at ist das Werkzeug für
Kommunikationsprofis und bietet schnelle Orientierung, höchste
Usability und zahlreiche Anwendungen. Der Zugang wird in den zwei
unterschiedlichen Produktstufen "Basic Search" und "Premium"
angeboten. Premium-Kunden finden auf medienhandbuch.at nicht nur
rasch Kontaktdaten zu Medien und Journalisten, sondern können diese
auch zu Verteilern zusammenfügen und für den Versand von
Presseaussendungen exportieren. Darüber hinaus steht ihnen ein
optimiertes Versandtool zur Verfügung. Bei einer Bezugsdauer von
mindestens einem Jahr erhalten Premium-Kunden von medienhandbuch.at
zudem den Branchenreport "Medienhandbuch Österreich 2018" als
Gratis-Zugabe.

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24. September 2018

VÖZ-Initiative: "Bei wichtigen Dingen setzen wir auf Profis"

Startschuss für humorvolle Kampagne in Österreichs Zeitungen und Magazinen

Wien (OTS) - "In Zeiten von Fake News, selbsternannten
Bürgerjournalisten und sogenannten Influencern ist es besonders
wichtig, ein gemeinsames Zeichen für die Unverzichtbarkeit von
professionellem Journalismus in unserem demokratischen Gefüge zu
setzen", erklärte der Präsident des Verbandes Österreichischer
Zeitungen Markus Mair am 24. September 2018 im Vorfeld der
diesjährigen Medientage anlässlich der Präsentation der Fortsetzung
der erfolgreichen VÖZ-Gemeinschaftskampagne "Jedes Wort wert".

"Würden Sie sich den Blinddarm von einem Koch entfernen lassen?"
oder "Würden Sie bei Zahnschmerzen ihren Mechaniker um Hilfe bitten?"
– in humorvollen und bewusst überzeichneten Printsujets und
Onlinebannern wird dabei die Brücke zum Mehrwert von journalistischem
Handwerk geschlagen. "Mit dieser Initiative schärfen die
VÖZ-Mitgliedsmedien das Bewusstsein dafür, dass in einer immer
komplexer werdenden Informationswelt nicht jede Quelle gleich
vertrauenswürdig ist. Die Journalistinnen und Journalisten in
Österreichs Zeitungen und Magazinen sind Informationsprofis und
lichten jeden Tag den immer dichter werdenden Informationsdschungel",
so Mair.

Im Hinblick auf jüngere Zielgruppen habe man sich laut
VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger gemeinsam mit der Agentur
Serviceplan bewusst für den unterhaltsamen Ansatz des Wiener
Animationsstudios Salon Alpin entschieden: "Unsere Mitgliedsmedien
stiften seit jeher Orientierung und stehen zu Recht für
Glaubwürdigkeit – in Print und Digital. Mit dieser Botschaft wollen
wir auch gezielt unsere Leserinnen und Leser von morgen erreichen."
Mehr über den Wert von professionellem Journalismus auf
[jedeswortwert.at] (http://jedeswortwert.at) – Pressebilder der
Kampagne zum Download auf [voez.at] (http://voez.at)

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12. September 2018

"Meilenstein für die europäische Contentwirtschaft"

Freude bei VÖZ, IFPI, VÖP und Filmwirtschaft über Votum der EU-Parlamentarier

Wien (OTS) - "Die EU-Parlamentarier sind heute standhaft geblieben
und haben sich über die geballte Macht der US-Giganten hinweggesetzt.
Dieses positive Votum ist eine nachhaltige Stärkung der
journalistischen und kulturellen Vielfalt in Europa", erklärte der
Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) Markus Mair
in einem gemeinsamen Statement der österreichischen Contentwirtschaft
am 12. September 2018.

"Unabhängiger Journalismus muss fair finanziert werden. In Europa
haben sich 5.300 Zeitungstitel und über 15.000 Zeitschriftenverlage
mit 50.000 Titeln für diese Reform ausgesprochen. Die Parlamentarier
haben einer Handvoll Monopole aus dem Silicon Valley heute eine
wichtige Lektion erteilt: Eurer Marktmacht können Grenzen aufgezeigt
werden – die kommerzielle Ausbeutung unserer wertvollen Inhalte wird
zukünftig nicht mehr toleriert", so VÖZ-Geschäftsführer Gerald
Grünberger. Nun gilt es laut Grünberger darauf zu achten, diese
Standhaftigkeit auch in den Trilog-Verhandlungen zwischen Rat,
Kommission und Parlament beizubehalten. "Europa muss jetzt Stärke
zeigen und sicherstellen, dass die US-Konzerne das Ergebnis in der
Nachspielzeit nicht mehr umdrehen können", so Grünberger, der in
diesem Zusammenhang auch die zentrale Rolle der österreichischen
EU-Ratspräsidentschaft hervorhob.

Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen
Musikwirtschaft (IFPI), zeigt sich ebenso erfreut: "Die heutige
Entscheidung des EU-Parlaments ist ein Meilenstein auf dem Weg zu
einer fairen Entlohnung der Kreativen durch die Internet-Konzerne.
Die Abgeordneten haben wohl überlegt entschieden und sich auch nicht
durch die beispiellose Desinformationskampagne von Google, Facebook
und Co. verunsichern lassen. Durch die Schaffung von gleichen
Spielregeln für alle werden digitale Innovationen und konkurrierende
Angebote – ganz im Sinne der KonsumentInnen – gefördert. Jetzt gilt
es, die Richtlinie mit einem Beschluss der Mitgliedstaaten ins Ziel
zu bringen. Die österreichische Ratspräsidentschaft hat dabei eine
Schlüsselrolle und es gibt positive Signale der österreichischen
Regierungsverantwortlichen."

Auch Corinna Drumm, die Geschäftsführerin des Verbands
Österreichischer Privatsender (VÖP), begrüßt das heutige Votum im
EU-Parlament: "Die Mehrheit der Parlamentarier hat sich auf die Seite
der Medien- und Kulturschaffenden gestellt und damit dem Vampirismus
der US-Digitalgiganten klare Grenzen gesetzt. Ich bin zuversichtlich,
dass der finale Kompromiss mit dem Rat allfällige noch bestehende
Unschärfen beseitigen wird. Wichtig ist jedoch dieses klare Zeichen
des EU-Parlaments für Kreativität und für den Schutz des geistigen
Eigentums."

"Es ist ein wichtiger Schritt und ein wichtiges Signal das
'intellectual property' aufzuwerten und in Europa für den Schutz der
Kreativen, der Urheber und Rechteinhaber zu sorgen", so Filmproduzent
Danny Krausz in seiner Funktion als Obmann des Fachverbands der Film-
und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer. "Inhalte werden
verfügbar bleiben, allein weil man nur über Inhalt konkurrenzfähig
sein kann. Es war dringend notwendig, dass man den Schöpfern endlich
finanziellen Respekt erweisen muss."

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6. September 2018

VÖZ, IFPI und Filmwirtschaft gegen Verwässerung der EU-Urheberrechtsreform

Unterstützung von Blümel, Mandl und Voss positives Signal für Contentwirtschaft

Wien (OTS) - "Ein neues EU-Urheberrecht muss die europäische
Contentwirtschaft auch effektiv vor der kommerziellen Ausbeutung
durch Dritte schützen", warnen der Verband Österreichischer Zeitungen
(VÖZ), der Verband der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI) sowie
der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der
Wirtschaftskammer am 6. September 2018 vor einer Verwässerung der
Materie im Vorfeld der Abstimmung des EU-Parlaments über eine Reform
des EU-Urheberrechts. Die Branchenvertreter begrüßen in diesem
Zusammenhang ausdrücklich die von Medienminister Gernot Blümel, den
beiden EU-Abgeordneten Lukas Mandl und Axel Voss bei einer
Expertenrunde im Haus der Europäischen Union in Wien bekundete
Unterstützung.

VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger stimmt Voss zu, der die
dringend notwendige EU-Urheberrechtsreform auch als Frage der
Selbstbehauptung Europas bezeichnet hat. "Die europäische
Contentwirtschaft ist schließlich kein Selbstbedienungsladen für
US-Konzerne. In einem global gewordenen, digitalen Markt braucht es
faire Rahmenbedingungen, damit wir den zukünftigen Fortbestand einer
funktionierenden Medienlandschaft sowie der
Beschäftigungsverhältnisse sicherstellen", so Grünberger.

"Die Copyright-Richtlinie ist in der Zielgeraden. Der von
EU-Parlamentsberichterstatter Axel Voss vorgelegte Kompromiss - eine
klare Verpflichtung der Internet-Plattformen zur Lizenzierung
genutzter Inhalte, aber keine Uploadfilter - ist für Kunstschaffende
und die Kreativwirtschaft zwar nicht die Wunschlösung aber
akzeptabel. Wir tragen dieses Ergebnis mit. In zahlreichen Gesprächen
ist es gelungen, Missverständnisse aufzuklären und Unterstützer für
das Thema zu finden. Jetzt hoffen wir auf eine positive Abstimmung am
12. September und appellieren an alle Abgeordneten, mit der
Richtlinie die Existenz und die Zukunft der europäischen
Kreativbranchen zu sichern", so Franz Medwenitsch, Geschäftsführer
des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI).

"Dass gerade der Value Gap ‚Paragraph 13 des großen
Urheberrechtspakets nun zum allein entscheidenden Faktor für die
Zukunft einer großen Urheberrechtsreform werden soll, ist
bedauerlich", so Werner Müller, Geschäftsführer des Fachverbandes der
Film- und Musikwirtschaft. Im Wesentlichen betrifft diese Bestimmung
große Plattformen wie Youtube und es ist nicht einzusehen, dass diese
Anbieter wie Youtube, zwar mit Film- und Musikinhalten gute
Milliarden-Umsätze macht, für die urheberrechtlich geschützten
Inhalte aber keine wie immer geartete Vergütung an die
Kulturschaffenden geleistet wird. Dies sei auch ein
Wettbewerbsnachteil für europäische Start-ups, die mit einem
monopolartig agierenden Unternehmen konfrontiert werden, das die
Eigentums- und Persönlichkeitsrechte der Kunstwirtschaft nicht
respektiert. "Die Film- und Musikwirtschaft appelliert an die
Abgeordneten des EU-Parlaments, eine effektiv durchsetzbare
Lizenzierung gegenüber den großen Online-sharing Services bei der
nächsten Sitzung des EU Parlaments am 12. September 2018 nicht weiter
zu verhindern. Stellen Sie sich auf die Seite der Urheber und der
Kreativen!", so Müller.

Im Vorfeld der Abstimmung hat sich der VÖZ bereits gemeinsam mit
den führenden Journalisten- und Verlegerverbänden Europas EFJ
(European Federation of Journalists), IFJ (International Federation
of Journalists), EMMA (European Magazine Media Association), ENPA
(European Newspaper Publishers‘ Association) und NME (News Media
Europe), die zusammen die Interessen zehntausender europäischer
Medienhäuser und Journalistinnen und Journalisten vertreten, dafür
ausgesprochen, das Verlegerrecht (Artikel 11) in jener Fassung zu
beschließen, die der Rechtsausschuss des EU-Parlaments bereits am 20.
Juni 2018 empfohlen hat.

Mehr als 20.000 Musikschaffende aus ganz Europa wandten sich
bereits an die EU-Institutionen und forderten einen fairen Schutz
ihrer Rechte gegenüber den großen Internet-Plattformen. Zahlreiche
österreichische Künstlerinnen und Künstler, darunter die Wiener
Philharmoniker, Conchita, Parov Stelar, Ina Regen, Die Seer, Thomas
Spitzer (EAV), Lemo, Tagträumer, Thomas Stipsits, Claudia Kottal,
Karl Markovics und Erwin Steinhauer werben in persönlichen
Videobotschaften an die EU-Abgeordneten für eine Unterstützung der
Copyright-Richtline. Ganz aktuell appellieren mehr als 1.200
Kunstschaffende aus Österreich in einem Offenen Brief mit Nachdruck
an das EU-Parlament, der geplanten Novelle zum europäischen
Urheberrecht zuzustimmen.

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4. Juli 2018

"Stärkt journalistische Vielfalt, nicht US-Tech-Monopole!"

VÖZ, ÖZV, VRM und EU-Branchenverbände liefern Fakten zur Urheberrechtsreform

Wien (OTS) - Am 5. Juli stimmen die Mitglieder des Europäischen
Parlaments über eine Reform des Urheberrechts ab. Vieles, was in der
aktuellen Diskussion behauptet wird, ist unwahr. Daher starten der
Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), der Österreichische
Zeitschriften- und Fachmedienverband (ÖZV), der Verband der
Regionalmedien Österreichs (VRM) gemeinsam mit dem Europäischen
Magazinverband (EMMA), dem Europäischen Verband der Zeitungsverleger
(ENPA) und zahlreichen weiteren Branchenverbänden in Europa eine
Informationsaktion mit den wesentlichen Fakten, um die falschen
Behauptungen in der aktuellen Diskussion zu widerlegen.

Der VÖZ hat seine Forderung nach einem fairen Leistungsschutzrecht
bereits mit einer eigenen Resolution untermauert, in der an das klare
Bekenntnis der österreichischen Ratspräsidentschaft und der
Bundesregierung, das Leistungsschutzrecht sowohl national als auch
europäisch vollumfänglich umsetzen zu wollen, erinnert wird. "Wenn es
im digitalen Zeitalter weiterhin eine vielfältige Medienlandschaft in
Europa geben soll, dann müssen unsere Inhalte auch effektiv vor der
kommerziellen Ausbeutung Dritter geschützt werden. Jetzt heißt es für
die Volksvertreter und EU-Institutionen, entschlossen zu handeln, die
Störfeuer der Onlinegiganten zu ignorieren und mit einem europäischen
Leistungsschutzrecht wertvollen Content zu schützen", so
VÖZ-Präsident Markus Mair.

"Die Einführung eines Leistungsschutzrechts wäre eine wesentliche
Maßnahme auf dem Weg hin zu einem ‚level playing field‘ im digitalen
Wettbewerb mit Internetkonzernen. In einem global gewordenen,
digitalen Markt braucht es faire Rahmenbedingungen, damit wir den
nachhaltigen Fortbestand der europäischen Zeitschriften- und
Fachmedien sicherstellen", so ÖZV-Präsidentin Claudia Gradwohl.

"Lokaler Content ist einzigartig und wird von den österreichischen
Regionalmedien Woche für Woche selbst erarbeitet. Damit die Leser und
Leserinnen diese Inhalte konsumieren können, unterhalten die
Regionalzeitungen ein aufwendiges Netzwerk an lokalen
Geschäftsstellen, was viel Geld kostet. Wenn Dritte diesen exklusiven
Content ebenfalls nutzen wollen, ist es nur fair, wenn sie dazu auch
ihren Beitrag leisten", so VRM-Geschäftsführer Dieter Henrich.

Behauptung: "Das Verlegerrecht ist eine ‚Link-Steuer‘"
Fakt: Jeder wird weiterhin kostenlos Links setzen und teilen dürfen.

Behauptung: "Es wird weniger Zugang zu Informationen geben"
Fakt: Das neue Recht stärkt die derzeitige Informationsvielfalt. Es
soll sicherstellen, dass Online-Giganten für die Nutzung unserer
Inhalte einen fairen Preis bezahlen. Nur so ist unabhängiger
Journalismus langfristig finanzierbar.

Behauptung: "Journalisten profitieren nicht von dem neuen Recht"
Fakt: Das modernisierte EU-Urheberrecht wird für faire Verhältnisse
im Internet sorgen und den Journalistinnen und Journalisten einen
angemessenen Anteil an den Erlösen geben.

Behauptung: „Das Gesetz schadet kleinen Verlagen“
Fakt: Eine überwältigende Zahl der kleineren und mittelgroßen Verlage
in ganz Europa unterstützt das Gesetz. Sie stehen für Vielfalt und
Pluralismus.

Behauptung: „Die Verleger wollen eine Sonderbehandlung“
Die Verleger wollen lediglich die gleichen Rahmenbedingungen, die für
Musik-, Film- und andere Branchen gelten.

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29. Juni 2018

VÖZ-Resolution zum Leistungsschutzrecht

Appell an Bundesregierung, EU-Parlamentarier und Nationalratsabgeordnete

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) begrüßt die
Beschlussfassung im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments über
die Verankerung eines Presseverleger-Leistungsschutzrechts in der
Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt und
appelliert an die österreichischen Abgeordneten zum Europäischen
Parlament, diesen Beschluss des Rechtsausschusses bei der Abstimmung
im Plenum am 5. Juli 2018 uneingeschränkt zu unterstützen.

Ebenso appelliert der Verband Österreichischer Zeitungen an die
Österreichische Bundesregierung, im Rahmen der Ratspräsidentschaft
Österreichs ab 1. Juli 2018 auf eine zügige Verabschiedung der
Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt unter
Beibehaltung des Leistungsschutzrechtes in der vom Rechtsausschuss
beschlossenen Fassung hinzuwirken und allen Bestrebungen zur
Aufweichung oder Verwässerung des
Presseverleger-Leistungsschutzrechtes entschlossen entgegenzutreten.
Zudem soll die Bundesregierung zügig und daher bereits parallel zu
den Trilogverhandlungen einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung des
Presseverleger-Leistungsschutzrechtes im österreichischen
Urheberrechtsgesetz vorbereiten.

Es muss sichergestellt werden, dass Verleger nicht dem Druck
global marktdominanter Online-Unternehmen wie Google und Facebook
ausgesetzt werden, diesen die Verwertungsrechte aus dem
Leistungsschutzrecht unentgeltlich oder zu unangemessen niedrigen
Entgelten einzuräumen.

Der VÖZ unterstützt zudem die angemessene Beteiligung der
Journalisten als Urheber an den zusätzlichen Erlösen aus dem
Presseverleger-Leistungsschutzrecht. Darüber hinaus hält der VÖZ es
im Hinblick auf die Meinungsäußerungsfreiheit für fundamental
wichtig, dass die bestehenden Rechte von Bloggern sowie jegliche nach
geltendem Recht bestehenden freien Werknutzungen im Zusammenhang mit
individueller menschlicher Meinungsäußerung und nichtkommerzieller
Nutzung, insbesondere das Zitatrecht, vollständig gewahrt und durch
das Leistungsschutzrecht unbeeinträchtigt bleiben.

[Die Resolution im Wortlaut unter voez.at]
(http://voez.at/wp-content/uploads/2018/06/Resolution-LSR.pdf)

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28. Juni 2018

Markus Mair ist neuer VÖZ-Präsident

Styria-CEO folgt auf Thomas Kralinger – Generationenwechsel im Präsidium

Wien (OTS) - Die Vorstandsmitglieder des Verbandes Österreichischer
Zeitungen haben Markus Mair in ihrer Sitzung am 28. Juni 2018 zum
neuen VÖZ-Präsidenten gewählt. Der Vorstandsvorsitzende der Styria
Media Group AG folgt damit auf den "Kurier"-und
Mediaprint-Geschäftsführer Thomas Kralinger, der dieses Amt insgesamt
sechs Jahre innehatte und auf Grund der statutarischen
Amtszeitbegrenzung die Verbandsspitze übergab. Kralinger wird künftig
als VÖZ-Vizepräsident und Präsident des Vereins Zeitung in der Schule
fungieren.

Insgesamt fand im deutlich verjüngten Präsidium des VÖZ ein
Generationenwechsel statt. So wurden Maximilian Dasch ("Salzburger
Nachrichten") und Claudia Gradwohl ("profil") neben Kralinger und
Eugen A. Russ ("Vorarlberger Nachrichten") zu Vizepräsidenten
bestellt. In ihrer Funktion als Präsidiumsmitglieder bestätigt wurden
Hermann Petz ("Tiroler Tageszeitung") in seiner Funktion als
Schriftführer, Rainer Eder ("Österreichische Bauernzeitung") in
seiner Funktion als Kassier sowie Lorenz Cuturi ("OÖN"), Friedrich
Dungl ("NÖN") und Alexander Mitteräcker ("Der Standard"). Darüber
hinaus wurden Klaus Buttinger ("Salzburger Woche") und Markus
Fallenböck ("Woman") in den Vorstand gewählt.

Mair, der sich nach der Wahl für das Vertrauen des Vorstandes
bedankte, plädierte in seiner Antrittsrede für eine aktive
Medienpolitik zum Wohle des österreichischen Medienstandorts: "Es ist
an der Zeit tradierte medienpolitische Verhaltensmuster zu
überwinden. Öffentlicher Mehrwert wird auch abseits des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks produziert.Die österreichische
Presselandschaft versorgt unsere Demokratie schon seit ihren Anfängen
mit den vielzitierten Public Value-Inhalten – es ist höchste Zeit,
dass dieser öffentliche Mehrwert vermehrt anerkannt und gefördert
wird", so Mair.

Nach dem von Medienminister Gernot Blümel initiierten Diskurs der
letzten Monate werde sich der VÖZ laut Mair nun wie gewohnt intensiv
bei der Konkretisierung und der Umsetzung des eingeschlagenen
Reformkurses einbringen. "Es gilt jetzt, das Medienökosystem samt
rechtlicher Rahmenbedingungen für die digitalen Herausforderungen fit
zu machen. In diesem Zusammenhang ist für uns klar, dass jede
Investition in Zeitungen und Magazine – egal ob gedruckt oder
elektronisch – eine Investition in die demokratische Infrastruktur
unserer Republik ist."

Medienpolitik werde in einer globalisierten und digitalisierten
zunehmend zur Europapolitik. "Wenn es im digitalen Zeitalter
weiterhin eine vielfältige Medienlandschaft in Europa geben soll,
dann müssen unsere Inhalte auch effektiv vor der kommerziellen
Ausbeutung Dritter geschützt werden. Nach dem positiven Votum im
Rechtsausschuss des Europaparlaments heißt es für die Volksvertreter
und EU-Institutionen, entschlossen zu handeln, die Störfeuer der
Onlinegiganten zu ignorieren und mit einem europäischen
Leistungsschutzrecht heimischen Content zu schützen", so Mair weiter.

Um dieser Forderung nach einem fairen Leistungsschutzrecht
Nachdruck zu verleihen, beschloss die VÖZ-Generalversammlung auch
eine eigene Urheberrechtsresolution. Der VÖZ erinnert darin an das
klare Bekenntnis der österreichischen Ratspräsidentschaft und der
Bundesregierung, das Leistungsschutzrecht sowohl national als auch
europäisch vollumfänglich umsetzen zu wollen.

Mair dankte seinem Vorgänger Kralinger für seine zahlreichen
Verdienste rund um den Verband: "Es freut mich daher persönlich sehr,
dass Thomas Kralinger dem VÖZ als Vizepräsident erhalten bleibt.
Gleichzeitig wird er als künftiger Präsident des Vereins Zeitung in
der Schule verstärkt den demokratiepolitisch essenziellen Bereich der
Medienbildung vorantreiben." Ebenso bedankte sich Mair bei Max Dasch
für "seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Anliegen der
österreichischen Pressebranche", da dieser 2018 nicht mehr für den
Vorstand und das Präsidium kandidierte.

Markus Mair, Jahrgang 1964, studierte Rechtswissenschaften an der
Karl-Franzens-Universität Graz. 2006 wurde Markus Mair zum
Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank bestellt. Neben zahlreichen
Geschäftsführungs-, Vorstands- und Aufsichtsratsfunktionen in
verschiedenen Unternehmen ist Mair der Styria Media Group AG bereits
seit 2009 als Mitglied des Aufsichtsrats verbunden und bildet seit 1.
Oktober 2013 als Vorstandsvorsitzender gemeinsam mit Kurt Kribitz und
Bernhard Kiener die SMG-Konzernspitze.

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18. Juni 2018

"Stoppen wir das Absaugen unserer Wirtschaft!"

Rot-weiß-rote Medien- und Marketingallianz startet gemeinsame Kampagne für Steuerfairness

Wien (OTS) - "Digitale Großkonzerne wie Facebook, Amazon oder Google
zahlen in Österreich nahezu keine Steuern. Jährlich werden in etwa
500 Millionen Euro aus Österreich abgezogen. Wir wollen beim Absaugen
unserer Wirtschaft, unserer Arbeitsplätze und unserer Steuergelder
nicht mehr tatenlos zusehen", erklärte eine rot-weiß-rote Allianz der
Medien- und Marketingbranche am 18. Juni 2018 zum Auftakt einer
gemeinsamen Kampagne für Steuerfairness.

Das erklärte Ziel der rot-weiß-roten Allianz ist die rasche
Einführung einer fairen und angemessenen Besteuerung der Digital
Giants, insbesondere in Form einer gesetzlichen Grundlage zur
Etablierung digitaler Betriebsstätten. Durch diese legistische
Maßnahme "soll der tägliche Verlust an Wertschöpfung und
Steuergeldern in Österreich verhindert werden". Zudem wird die
Abschaffung "der wettbewerbsverzerrenden und europaweit einzigartigen
Werbeabgabe" gefordert. Die zu erwartenden steuerlichen Mehreinnahmen
einer digitalen Betriebsstätte würden den Wegfall der Werbeabgabe
mehr als kompensieren.

"Angesichts der enormen Konkurrenz aus dem Silicon Valley bedarf
es sowohl auf europäischer wie auch auf nationaler Ebene gesetzlicher
Anpassungen, die endlich faire Bedingungen im digitalen Wettbewerb
sicherstellen. Sollten allerdings einzelne Mitgliedsstaaten EU-weite
Lösungen blockieren, muss Österreich auch nationale Maßnahmen in
Betracht ziehen", so VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger, der in
diesem Zusammenhang ein jüngst öffentlich gewordenes Regierungspapier
ausdrücklich begrüßte. Die beiden Regierungskoordinatoren
Medienminister Gernot Blümel (ÖVP) und Verkehrsminister Norbert Hofer
(FPÖ) sowie der Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) erklärten darin,
dass Österreich auch mit einer nationalen Digitalsteuer vorpreschen
könnte, wenn eine digitale Konzernsteuer auf EU-Ebene als nicht
durchsetzbar erscheinen sollte.

"Facebook, Google, Amazon und Co erwirtschaften in Österreich
Millionengewinne, für die sie hier aktuell kaum Abgaben leisten
müssen. Österreichische Medien zahlen dagegen gesetzeskonform ihre
Steuern in Österreich und leisten damit einen wichtigen Beitrag", so
Corinna Drumm, Geschäftsführerin des VÖP. "Dieses Ungleichgewicht
schadet der heimischen Wirtschaft und der Gesellschaft, denn es
kostet nicht nur Steuern, sondern auch Wohlstand und Jobs."

Auch IAA-Präsident Walter Zinggl sieht nicht ein, "dass sich
einige globale Monopolisten durch das systematische Ausnützen legaler
Schlupflöcher in einer noch immer national organisierten
Weltwirtschaft außerhalb aller Regeln des Geschäftslebens stellen.
Milliarden von Erträgen werden solange im 'Kreis geschickt', bis ein
Land durch Steuer-Incentives das Legalisieren bonifiziert. Dadurch
wird der Wettbewerb außer Kraft gesetzt und Medien, Auftraggeber und
Agenturen wird ein unfaires Spielfeld aufgezwungen. Das muss ein Ende
haben!"

"Als Initiator der Kampagne und Initiative freut es mich, dass wir
es geschafft haben, alle Verbände und Medieninstitutionen dazu zu
bewegen, in puncto Steuergerechtigkeit an einem Strang zu ziehen. Wir
wollen alle Unternehmer und Bürger in Österreich darauf aufmerksam
machen, wie sehr die ungerechte Besteuerung von Facebook, Google,
Amazon und Co unserer Wirtschaft schadet", so Dominik Frey von der
unabhängigen Initiative Steuerfairness.info.

Verantwortlich für Konzeption und Umsetzung der Kampagne zeichnet
die Wiener Kreativagentur Kobza and the hungry eyes (KTHE). "Die
Kampagne ‚Stoppen wir das Absaugen unserer Wirtschaft‘ bringt das
komplexe Thema der ungerechten Besteuerung einfach auf den Punkt und
sagt worum es geht: Jobs, Steuergelder und somit Wohlstand für
Österreich. Es freut uns diesen Schulterschluss der österreichischen
Verbände und Medien zu unterstützen", so Agenturchef Rudi Kobza.

Teil der rot-weiß-roten Allianz für Steuerfairness sind der ORF,
der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), der Verband
Österreichischer Privatsender (VÖP), der Dialog Marketing Verband
Österreich (DMVÖ), das interactive advertising bureau austria (iab
austria), die International Advertising Association (IAA), der
Marketing Club Österreich (MCÖ), die Mobile Marketing Association
(MMA), die Österreichische Marketing Gesellschaft (ÖMG), die
Wirtschaftskammer Wien Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
(WKW) sowie die unabhängige Initiative Steuerfairness.info selbst.

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11. Juni 2018

Wald wächst in Europa um 1.500 Fußballfelder pro Tag

VÖZ präsentiert Two Sides-Aktion zur Nachhaltigkeit des Rohstoffes Papier

Wien (OTS) - "Wälder werden in Österreich und in Europa besonders
nachhaltig bewirtschaftet und die europäische Waldfläche wächst laut
Eurostat aktuell um 1.500 Fußballfelder pro Tag. Zudem lag die
europäische Recycling-Rate von Papier zuletzt bei 72 Prozent – in
Österreich sogar bei 79 Prozent. Dieser verantwortungsvolle Umgang
mit der Rohstoffquelle Papier unterstreicht die äußerst positive
Umweltbilanz von Printmedien", erklärte der Geschäftsführer des
Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und Print Power
Austria-Präsident Gerald Grünberger am 11. Juni 2018 anlässlich der
Präsentation einer neuen Two Sides-Aktion.

"Bäume und Wälder haben nicht nur eine Schutzfunktion für unser
Klima, der nachwachsende Rohstoff Holz sichert gleichzeitig
zahlreiche Arbeitsplätze in den unterschiedlichsten
Wirtschaftssektoren. Österreich ist international ein Vorbild dafür,
wie man den Rohstoff Holz ökonomisch nutzen und Wälder trotzdem
nachhaltig bewirtschaften kann", so Nachhaltigkeitsministerin
Elisabeth Köstinger.

Mit Inseraten in VÖZ-Mitgliedsmedien anlässlich der Woche des Waldes
2018 und zum Start der Fußball-WM informiert die Print Power
Austria-Initiative Two Sides darüber, dass die europäische Waldfläche
in den letzten zehn Jahren erheblich – nämlich um 44.000
Quadratkilometer – gewachsen ist. Das entspricht in etwa der Fläche
des WM-Teilnehmerlandes Dänemark.

Eine 2017 präsentierte Studie des Toluna-Instituts, bei der über 7000
Menschen – davon 600 in Österreich – befragt wurden, hat ergeben,
dass die positive Umweltbilanz von Papier und Printmedien noch nicht
im öffentlichen Bewusstsein verankert ist. "Umso wichtiger ist es,
Vorurteile mit überprüfbaren Fakten zu zerstreuen. Holzfasern wachsen
nach und werden recycelt. Das ist eine gute Nachrichte für alle, die
gerne Zeitungen und Magazine lesen. Printmedien sind in jeder
Beziehung nachhaltig", so Grünberger.

Two Sides ist ein europäisches NGO-Netzwerk, das von allen Gliedern
der Wertschöpfungskette Papier und Printmedien getragen wird. "Wir
haben es uns zur Aufgabe gemacht, auf die Vorzüge von Papier und
Printmedien hinzuweisen", so Patrick Mader, Two Sides Manager in
Österreich.

Inserat zur Ansicht und zum Download auf [voez.at]
(http://voez.at)

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8. Juni 2018

Journalisten-Gehälter steigen um 2,7 Prozent

VÖZ und GPA-djp erzielten sozialpartnerschaftliche Einigung

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) hat sich
bei den Tarifverhandlungen zum Journalisten-Kollektivvertrag mit der
Journalistengewerkschaft in der GPA-djp auf ein Gehaltplus von 2,7
Prozent ab 1. Juni 2018 geeinigt. Die Erhöhung betrifft Redakteure,
Redakteursaspiranten und Dienstnehmer des technisch-redaktionellen
Dienstes bei österreichischen Tages- und Wochenzeitungen, deren
Nebenausgaben sowie redaktionellen digitalen Angeboten.

Vorbehaltlich einer Zustimmung des VÖZ-Vorstandes einigte man sich
zudem auf Zusatzpunktationen zum Kollektivvertrag betreffend der
Angleichung des Urlaubsanspruchs für den technisch-redaktionellen
Dienst an jenen kaufmännischer Angestellter, der Einführung eines
Anspruches auf Familienzeit und der Anrechnung von Karenzzeiten und
Zeiten einer Familienzeit sowie des Abstandshonorars für ständig
freie Mitarbeiter.

"Angesichts der strukturellen Herausforderungen für unsere Branche
wurden mit diesem Kompromiss die ökonomischen Möglichkeiten
weitestgehend ausgereizt", so Claudia Gradwohl, die
Verhandlungsleiterin der Arbeitgeberseite.

"Im Hinblick auf die ständig steigende Arbeitsverdichtung und die
hervorragende Arbeitsleistung der Kollegenschaft ist der Abschluss
als Gesamtpaket, also mit der Verbesserung bei der Familienzeit und
einer Urlaubserhöhung beim Technisch Redaktionellen Dienst (TRD),
akzeptabel", kommentiert Eike-Clemens Kullmann, Vorsitzender der
Journalistengewerkschaft in der GPA-djp, das Verhandlungsergebnis.

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9. Mai 2018

Erfolgsfaktor im Mediamix: Gehirn liebt Print

VÖZ legt bei Print Summit Austria 2018 Fokus auf einzigartige Qualitäten von Werbung in Zeitungen und Magazinen

Wien (OTS) - "Wer Österreichs Zeitungen und Magazine liest, tut dies
besonders fokussiert. Daher ist Print nach wie vor der klare
Aufmerksamkeitschampion am Werbemarkt", erklärte der Vorsitzende im
Board Werbemarkt und Vizepräsident des Verbandes Österreichischer
Zeitungen Helmut Hanusch beim Print Summit Austria, zu dem der VÖZ am
8. Mai 2018 150 Gäste aus der werbetreibenden Wirtschaft, der Werbe-
und Agenturszene sowie der Medienbranche im Architekturzentrum Wien
empfing. Hanusch betonte bei seinen Eröffnungsworten, dass
Österreichs Printmarken auch beim aktuellen Topthema Datenschutz
punkten: "Im Unterschied zu internationalen Plattformen haben wir die
Wahrung der Privatsphäre stets ins Zentrum unserer Aktivitäten
gerückt. Dieser positive Vertrauensvorsprung kommt auch unseren
Werbepartnern zugute."

Olaf Hartmann (Multisense Institut für sensorisches Marketing) hielt
in seiner Keynote "The Power of Touch" ein Plädoyer für den
haptischen Mehrwert von Print. Angesichts aktueller
Werbewirkungsstudien werde auf den digitalen Taumel bald ein Kater
folgen: "Zur Verankerung einer Werbebotschaft reichen Klicks, Likes
und Visits nicht. Wir sind multisensorische Wesen, die
multisensorische Informationen schneller erfassen, leichter glauben
und länger behalten als 'ein-sinnige'. Unser Gehirn liebt Print."
Zeitungen und Magazine würden daher auch in Zukunft eine
Schlüsselrolle im crossmedialen Marketing spielen: "Haptik ist das
'Next Big Thing'."

"Wie Print gewinnt", erläuterte Angelika Trachtenberg (BRAND NEU).
"Wir verarbeiten, decodieren und bewerten Impulse mental in
Sekundenbruchteilen." Mit der „höchsten emotionalen Qualität“ schaffe
Print als Werbeträger den idealen Rahmen, um sich im täglichen Kampf
um Aufmerksamkeit durchzusetzen. "Während Digitales peripher und
flüchtig wahrgenommen wird, verarbeiten wir Gedrucktes besonders
fokussiert und informationsorientiert." Entscheidend für den Erfolg
einer Kampagne sei der richtige Einsatz von code- und gehirngerechter
Sprache. "Unser Gehirn verlangt nach Bildern – auch Sprachbildern",
so Trachtenberg. "Bilder gelangen schneller ins Gehirn. Emotionale
Sprache verankert Information besser."

Anschließend diskutierten Hanusch, Hartmann und Trachtenberg unter
der Leitung von Marcela Atria (Atrium Consulting) mit Christine
Antlanger-Winter (Mindshare) und Philipp Bodzenta (Coca-Cola
Österreich) über Print als Nachhaltigkeitsfaktor im Mediamix.

"Digital ist sicher nicht der Heilsbringer schlechthin", so
Antlanger-Winter. Auch wenn digitale Kanäle in einer fragmentierten
Medien- und Informationswelt effektive Möglichkeiten böten, sei es
sicher nicht zielführend "Werbebudgets ausschließlich dorthin zu
lenken". Auch Werber hätten eine Verantwortung – während Soziale
Medien die Ränder stärkten, würden klassische Medien wie Zeitungen
und Magazine mit professionellem Journalismus den gesellschaftlichen
Zusammenhalt gewährleisten. Man sollte allerdings kein
"Digital-Bashing" betreiben.

Laut Bodzenta schätze man bei Coca-Cola Österreich die hohe Akzeptanz
von Printwerbung: "Unsere Werbung soll nicht als störend oder
unterbrechend wahrgenommen werden." Als "haptischer Mensch" sei er
ein "Überzeugungstäter" und setze sich stets gerne für höhere
Printbudgets ein.

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2. Mai 2018

VÖZ-Medien gedenken getöteter Journalisten

Gemeinsames "In Memoriam" zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und seine
Mitglieder gedenken in einer gemeinsamen Inseratenwelle zum
Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2018 jenen
Journalisten, die in Ausübung ihrer Tätigkeit getötet wurden. "Im
weltweiten Kampf für Pressefreiheit stehen Journalisten meist an
vorderster Front und sind dadurch einer besonderen Gefahr
ausgesetzt", erklärte VÖZ-Präsident Thomas Kralinger.

"Mit der Ermordung von Daphne Caruana Galizia in Malta und Ján
Kuciak in der Slowakei sind jüngst auch innerhalb der Europäischen
Union zwei Redakteure gewaltsam zu Tode gekommen. Ihr Tod ist der
tragische Beweis dafür, dass die Pressefreiheit auch bei uns
verwundbar ist", so Kralinger. Laut Reporter ohne Grenzen (ROG) habe
sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr in keiner
anderen Weltregion so stark verschlechtert wie in Europa. Österreich
liegt im Ranking wie im Vorjahr stabil auf Platz 11.

Laut der NGO sind bei einem Doppelanschlag am 30. April 2018 in
Afghanistans Hauptstadt Kabul mindestens neun Journalisten ums Leben
gekommen. Sechs weitere seien schwer verletzt worden. Im globalen
ROG-Bericht wurden im Jahr 2017 65 getötete, 326 inhaftierte und 54
als Geisel gehaltene Journalisten gelistet. Damit ergibt sich für die
letzten 15 Jahre eine traurige Bilanz von insgesamt 1.035 getöteten
Journalisten.

Aber nicht nur offene Gewalt sei eine Gefahr für die völkerrechtliche
garantierte Presse- und Meinungsfreiheit. "Der VÖZ hat stets davor
gewarnt, dass freier Journalismus auch unter dem Deckmantel des
Datenschutzes untergraben werden kann. Umso wichtiger sind die von
der aktuellen Bundesregierung beschlossenen Ausnahmeregelungen bei
der EU-Datenschutz-Grundverordnung", so VÖZ-Geschäftsführer Gerald
Grünberger.

Es sei damit in Österreich laut Grünberger gelungen, einen
vernünftigen Ausgleich zwischen Datenschutz und dem Grundrecht auf
freie Meinungsäußerung herzustellen. Nun gelte es im Sinne der
Pressefreiheit auch weitere zeitgemäße Maßnahmen wie etwa ein
Informationsfreiheitsgesetz auf den Weg zu bringen.

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24. April 2018

VÖZ setzt neue Standards für nachhaltigen Datenschutz in österreichischen Medien

Rechtliche Lösung zur Wahrung der Privatsphäre von Usern bei Vorstandsklausur präsentiert

Wien (OTS) - Die VÖZ-Mitgliedsmedien haben ihre Geschäftsmodelle
stets mit dem berechtigen Bedürfnis nach Datenschutz und Privatsphäre
in Einklang gebracht und werden dies auch mit Inkrafttreten der DSGVO
am 25. Mai 2018 tun. "Gerade die beunruhigenden Nachrichten in der
Facebook-Causa Cambridge Analytica bestärken unsere Mitgliedsmedien
dabei, auch weiterhin die Interessen unserer Nutzerinnen und Nutzer
ins Zentrum ihrer digitalen Aktivitäten zu rücken", erklärte
VÖZ-Präsident Thomas Kralinger anlässlich der Vorstandsklausur des
Verbandes Österreichischer Zeitungen vom 21. bis zum 24. April 2018
in Saalfelden, bei der das Thema Datenschutz und die Wahrung der
Privatsphäre von Usern im Mittelpunkt stand.

Auf zahlreichen internationalen Plattformen wird das Surfverhalten
ohne Wissen der Nutzer verfolgt und für Werbezwecke verwendet.
Österreichische Medien setzen hier auf die Prinzipien Transparenz und
Zustimmung, daher hat der VÖZ einen rechtlichen Rahmen für einen
technischen Standard ausgearbeitet und seinen Mitgliedern zur
Verfügung gestellt. "In einer zunehmend komplexer werdenden
Informationswelt stiften unsere Mitgliedsmedien Orientierung und
stehen beim Publikum für Vertrauen. Daher ist es für uns
selbstverständlich, auch beim Datenschutz in der Onlinewerbung auf
transparente, rechtskonforme und ethisch saubere Prozesse zu
bestehen", so Kralinger.

Dieser Rahmen gelte für Werbenetzwerke und selbstverständlich auch
für Mediaagenturen. "Die österreichischen Verleger werden auch in
Zukunft darauf achten, dass in allen Geschäftsbeziehungen der
Datenschutz und damit auch das Vertrauen der Nutzer gewahrt bleibt.
Schließlich ist das Vertrauen in die Integrität unserer Medienmarken
unser höchstes Gut. Von diesen vertrauenswürdigen Kundenbeziehungen
profitiert letztlich auch die werbetreibende Wirtschaft", so
Kralinger.

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