Förderpreis Medienforschung

VÖZ-Förderpreis Medienforschung 2017

Unabhängige Zeitungsverlage beschaffen und verbreiten aktuelle und relevante Nachrichten sowie ein breites Spektrum an begründeten Meinungen. Verlagsunternehmen leisten mit umfassender Information durch Massenmedien einen konstruktiven und unverzichtbaren Beitrag zur Qualität von Öffentlichkeit und zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Medienunternehmen verlegerischer Herkunft investieren in Kompetenz und Professionalität ihrer Mitarbeiter und in moderne Technologien. Sie sind verlässliche Träger und dynamische Partner der österreichischen Kreativwirtschaft.

Um eine wissenschaftlich fundierte und thematisch praxisorientierte einschlägige wissenschaftliche Forschung zu fördern, schreibt der Verband Österreichischer Zeitungen den Förderpreis Medienforschung aus. Dieser ist dotiert und wird jährlich einmal für Master- und Diplomarbeiten sowie für Dissertationen und Habilitationen vergeben. Wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der gesellschaftlichen Bedeutung und Verantwortung des Journalismus auseinandersetzen, werden mit dem – ebenfalls dotierten – Hannes-Haas-Nachwuchspreis ausgezeichnet.

Der VÖZ-Förderpreis Medienforschung steht unter dem Ehrenschutz des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Dr. Harald Mahrer.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren, die in den Jahren 2015 bis 2017 eine herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeit (Master-, Magister- bzw. Diplomarbeit sowie Dissertation) verfasst haben.

Zur Bewertung gelangen Arbeiten, die sich mit zumindest einem der wesentlichen Aspekte des Medienwesens befassen und Impulse für Medienunternehmen verlegerischer Herkunft liefern. Zu den Themenfeldern aus Produktion, Distribution und Rezeption gehören:

  • die Beziehung zwischen Medien/Journalismus und Gesellschaft
  • Bedeutung von Medien und öffentlicher Kommunikation für Demokratie und Wissensgesellschaft
  • Digitalisierung, Internet und Konvergenz
  • Medienmärkte
  • Medienmarken und -marketing
  • Mediennutzung
  • Medienökonomie
  • Medienpädagogik
  • Medienrecht
  • Journalistik und Nachrichtenwesen
  • sonstige technische, rechtliche und ökonomische Bedingungen für Massenkommunikation, Medien und Journalismus

Sollte eine Arbeit bereits zu einem früheren Zeitpunkt für den VÖZ-Förderpreis eingereicht worden sein, kann diese nicht nochmals beurteilt werden.

Einreichung

Die Einreichung muss folgende Unterlagen enthalten:

  • Ein Exemplar der wissenschaftlichen Arbeit in deutscher oder englischer Sprache.
  • Ein druckfähiges Abstract der wissenschaftlichen Arbeit. Im Umfang von vier A4-Seiten soll ein kompakter Überblick zu folgenden Punkten erstellt werden:
    (1) Themenstellung und Relevanz der Arbeit im Hinblick auf die Ausschreibungskriterien des VÖZ-Förderpreises, (2) Theoretische Herangehensweise, (3) Forschungsfrage(n), (4) methodisches Vorgehen, (5) wichtigste Ergebnisse.
  • Eine Kurzzusammenfassung der behandelten Fragestellung in deutscher Sprache im Ausmaß von max. 900 Zeichen (mit Leerzeichen) inkl. methodischem Vorgehen.
  • Gutachten/Zeugnis aus dem die Benotung der Arbeit hervorgeht.
  • Lebenslauf des Autors/der Autorin.

Die Unterlagen sind in elektronischer Form einzureichen: karin.zojer@voez.at, z.Hd. Mag. Karin Zojer.

Der Autor/die Autorin erklärt sich damit einverstanden, dass die Arbeit oder Teilergebnisse der Arbeit im Fall einer Prämierung vom VÖZ veröffentlicht werden können bzw. den Mitgliedern des VÖZ zur Verfügung gestellt werden.

Die Einreichung ist abgeschlossen, wenn seitens des VÖZ eine schriftliche Empfangsbestätigung der vollständigen Unterlagen erfolgt ist.

Einsendeschluss ist Dienstag, 31. Oktober 2017.

Prämierung

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben und ist für Master-/Diplomarbeiten mit EUR 2.000,- und für Dissertationen mit EUR 4.000,- dotiert. Darüber hinaus ist für Arbeiten, die sich mit der gesellschaftlichen Bedeutung und Verantwortung des Journalismus auseinandersetzen, der Hannes-Haas-Nachwuchspreis gewidmet. Der Hannes-Haas-Nachwuchspreis ist mit EUR 2.000,- dotiert und wird gemeinsam vom Verband Österreichischer Zeitungen und der Initiative Qualität im Journalismus (IQ) mit Unterstützung der Austria Presse Agentur (APA) getragen.

Wesentlich an der – freien – Themenwahl für den Förderpreis Medienforschung ist jedenfalls deren Bezug zu Medienunternehmen verlegerischer Herkunft. Bewertet werden:

  • die Relevanz des Themas für die Praxis und für die Wissenschaft,
  • die Aktualität und Relevanz des erhobenen Befundes,
    der Innovationsgehalt in den erarbeiteten Aussagen und angewandten Methoden.
    Eingereicht werden können wissenschaftliche Arbeiten aller Studienrichtungen österreichischer Universitäten und Fachhochschulen.

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Jury sind Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis der Kommunikation und des Medienwesens.

Sollten in einer Kategorie nicht ausreichend qualifizierte Arbeiten eingereicht worden sein, kann der Beirat die Vergabe des Preises aussetzen. Die Beratungen der Jury sind nicht öffentlich. Gegen Beurteilungen oder Entscheidungen der Jury ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Jury

Univ.-Prof. DDr. Matthias Karmasin (Vorsitz), Universität Klagenfurt, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Johannes Bruckenberger, Vorstandsvorsitzender „Initiative Qualität im Journalismus“ (IQ)
Dr. Max Dasch, „Salzburger Nachrichten“
FH-Prof. Mag. Dr. Heinz M. Fischer, FH Joanneum Graz, Journalismus und Unternehmenskommunikation
Johann Frohner, Mediaprint
Dkfm. Helmut Hanusch, Verlagsgruppe News
Roswitha Hasslinger, Hasslinger Consulting
Univ.-Prof. Dr. Roman Hummel, Universität Salzburg, Fachbereich Kommunikationswissenschaft
Mag. Nikolaus Koller, FH Wien, Institut für Journalismus & Medienmanagement
Dr. Daniela Kraus, fjum_forum für journalismus und medien wien
Claus Reitan, Freier Journalist
Mag. Thomas Spann, „Kleine Zeitung“
Assoc.-Prof. Dipl.-Journ. Dr. Franzisca Weder, Vorsitzende Österreichische Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft (ÖGK)
Privat.-Doz. Mag. DDr. Julia Wippersberg, Universität Wien, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Mag. (FH) Maresa Wolkenstein, styria digital one